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9. Weinabend der Weinwölfe am 19.03.2015 Thema: MERLOT Österreich gegen den Rest der Welt

Am 19.3.2015 veranstalteten die Weinwölfe ihren 2. Clubabend des Jahres im Stadthotel Gürtler, zu dem sie 34 Teilnehmer begrüßen durften. Das Thema hieß „Merlot aus Österreich gegen den Rest der Welt“.

Nach den Begrüßungsworten durch den Obmann Jürgen Nobis und der Übergabe von Vereinsurkunden an 2 neue Mitglieder (derzeit insgesamt 35) begannen die Vorstandsmitglieder Roland Aichinger und Thomas Stockner in einer Art Doppelconference mit ihrer Moderation zum Thema Merlot. 
Am Beginn gab es allgemeine Informationen zur Herkunft, Verbreitung sowie zur Charakteristika der Rebsorte Merlot.
Man  erfuhr, dass diese Rebsorte die zweithäufigste weltweit ist und sich ihr Name vom französischen Wort „merle“ (Amsel) ableitet, weil die Vögel gerne die süßen Beeren vor der Vollreife fressen.

Die größten Merlotbestände findet man in Frankreich, größere Rebflächen sind in Italien, Bulgarien und in Ländern der „Neuen Welt“ wie Australien, Südafrika und Chile damit bestockt. 2010 gab es weltweit ca. 600.000 ha Rebfläche.
Ihre Haupteigenschaften sind Dünnschaligkeit und damit wenig Tannine, höhe Alkoholgradation sowie pflaumige, fleischige Noten. Merlot wächst hauptsächlich auf sandigen Kies- und Lehmböden.

Nun folgte der erste Wein.
Es handelte sich um einen Merlot aus Tribuswinkel in der Thermenregion vom Weingut Leopold Aumann. Der Jahrgang 2013 hatte  zartviolette Reflexe, rauchige, elegante Röstaromen und einen extraktsüßen Nachhall.

Beim nächsten Wein handelte es sich um einen Merlot aus Illmitz/Neusiedlersee vom Weingut Salzl. In der Nase  dominierte feine Kirscharomatik, Dörrobst, Brombeere, am Gaumen viel Frucht mit Noten von Kirschlikör, schwarzen Johannisbeeren sowie  fleischige, selchspeckige Aromen. Für viele Besucher war er einer der 2 besten Weine des Abends.

Nach einer kurzen Pause wurde das Essen serviert. Es gab wahlweise ein Roastbeef mit Kartoffelgratin, Mangold und Mandeln oder Fettucine mit Garnelen, geschmorten Tomaten, Pinienkernen und Ruccolasalat. 
Passend dazu wurde der 3. Wein des Abends, der Merlot Vistorta (Jg. 2007) aus dem Friaul, eingeschenkt. Dieser Wein überzeugte mit Düften nach reifen Zwetschken, süßer Kirsche und Backpflaumen, Vanille und Zimt.

Nach dem Essen ging die Reise in die neue Welt. Ein chilenischer Merlot vom Weingut Caliterra aus dem Colchagua Valley wurde präsentiert. Auf sandig-lehmigen Böden gewachsen, fand man in der Nase und am Gaumen stark marmeladige Noten (Erdbeere und Kirsche) sowie  Düfte von Lilien und Flieder. 

Der vorletzte Wein des Abends kam aus Südafrika vom Weingut Hartenberg aus der Region Stellenbosch (Jg. 2009). Mit Düften nach Backpflaume, Schwarzbrot und dunkler Schokolade ist er trotz des hohen Alkoholgehaltes (14%) sehr ausgewogen.

Der letzte Wein stammte aus dem Herkunftsland des Merlot: Frankreich/Gebiet Pomerol. Der Chateau de L´Eglise 2011 duftete nach schwarzen Beeren (schwarze Johannisbeere, Brombeere, Heidelbeere), Süßholz, Zimt- und Tabaknoten. Er war sehr vielschichtig und wahrscheinlich der beste Wein des Abends.

Abschließend spendete das Publikum den beiden Moderatoren großen Applaus für ihre tolle Präsentation.
Der Verein möchte sich auch noch bei Kassier Rudi Schiller für seinen weinphilosophischen Vortrag bedanken.
Die Gäste unterhielten sich danach noch angeregt und verkosteten sich durch die 6 Weine des Abends, welcher erst kurz nach Mitternacht  endete. 

Wiederum ein sehr gelungener Abend der Weinwölfe!
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