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Weingut Mantlerhof, Gedersdorf, Kremstal

Am 21.5. fand das 2. Event des Jahres im Restaurant Kastner in Winklarn statt. Auf die 32 Mitglieder und Gäste warteten ein interessanter Vortrag des Winzers Josef Mantler, hochkarätige Weine und ein tolles 3-Gängemenü vom Hausherren Christoph Kastner.

Vor Beginn des Vortrages stellte Obmann Jürgen Nobis ein neues Mitglied vor: Ernst Gruber-Rosenberger (leitet den Babenbergerhof in Ybbs mit Karin Rosenberger, die ebenfalls Mitglied der Weinwölfe ist). Urkunde und Anstecknadel wurden überreicht.

Das Weingut besteht seit 200 Jahren, die Rebflächen umfassen ca. 15 Hektar und der Betrieb ist biozertifiziert. Die Weine haben max. 13,5 % Alkohol - Traubenmaterial wird nicht zugekauft. 

Wir begannen die Verkostung mit einer Doppelliterflasche Grüner Veltliner (Annus Horribilis Exklusiv Jg. 23). Die Trauben stammen von der Toplage Spiegel, wo sich mächtige Lössterrassen befinden.

Zweiter Verkostungswein war der GV Lössterrassen Kremstal (Jg 25). Ein einfacher, unkomplizierter Wein mit knackigen Apfelnoten und frischen Zitrusaromen.

Die 2 Spitzenveltliner des Abends wurden in einem Flight eingeschenkt (in 2 Weingläsern nebeneinander): die Jahrgänge 2022 und 2023 von der Toplage Spiegel. Die Weine dufteten zart nach Apfel und Mango mit einem Hauch von Wiesenkräutern. Etwas Blütenhonig und kandierte Orangenzesten konnte man auch „erschnuppern“. Sie wurden vom Gourmetmagazin Falstaff mit 95 Punkten ausgezeichnet.

Mit dem ersten Riesling (Zehetnerin Kremstal DAC Bio (Jg. 25) gab es auch die Vorspeise Wallermedaillon gegrillt auf Brennessel-Cremespinat mit Gnocchi. Ein absoluter Hochgenuss!

Weiter ging es mit 2 Spitzenrieslingen von der Riede Wieland. Die Jahrgänge 2022 und 2023 dufteten nach Blütenhonig, gelbem Pfirsich, etwas Ananas, Marille und kandierten Orangenzesten – sehr facettenreiches Bukett. Der 2023er hatte auch etwas Mangonoten. Hier herrschen Lössboden vor - ergänzt durch das Konglomerat der Ur-Traisen.

Als Hauptspeise gab es Kalbsrücken rosa gebraten auf getrüffeltem Edräpfelpüree mit Spargel und Jungzwiebel-Morchelsauce.

Vor dem Dessert bekamen wir noch einen roten Veltliner eingeschenkt (Ried Reisenthal Bio Jg. 24). In der Nase zeigt sich der Wein würzig und vielschichtig mit Anklängen von reifem Kernobst, Kräutern und feinen exotischen Nuancen.

Krönender Abschluss war das Dessert mit passendem Süßwein: Mostviertler Erdbeeren auf Blätterteigpolster mit geeister Vanillecreme und dazu passend ein Eiswein Bio Jg. 2023 (GV).

Der Verein möchte sich sehr herzlich beim Ehepaar Wokatsch-Felber für die übernommene Stoppelgeldpatronanz bedanken, Wieder ein toller Abend, der für die letzten Gäste kurz vor Mitternacht zu Ende ging.

Roland Aichinger